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Von Schätzen und Schätzchen

6. August 2012

Bei 30 Grad im Schatten habe ich wenig Lust auf Braten oder Steak. Auch beim jüngsten Spieleabend stand deshalb nur leichte Kost auf dem Programm. Gastgeber Michael hatte verschiedene Salate vorbereitet; außerdem überraschte er Alex und mich mit einer netten Bier-Auswahl aus dem östlichsten Oberfranken. Die Damen Julia und Christine bevorzugten Saft bzw. Wasser.
Begonnen haben wir mit Dominique Ehrhards „Suleika“ von Zoch/Gigamic. Vier Spieler wetteifern auf dem Basar um bunte Teppiche. Sie haben die Aufgabe, das Brett mit ihren Teppichen zu belegen – am Ende soll eine möglichst große Fläche die eigene Farbe zeigen.Gesteuert wird das über eine Spielfigur namens Omar: Deren Blickrichtung zeigt an, wohin sie ziehen muss; außerdem dürfen Teppiche nur an Omar angelgt werden. Der Würfel entscheidet, wie weit Omar sich bewegt – bleibt er auf einem freien Feld stehen, ist alles gut, ebenso auf eigenem Teppich. Landet er auf fremdem Teppich, muss man dessen Besitzer entsprechend der Teppichgröße bezahlen. Selbstverständlich bemüht man sich, die Teppiche der anderen mit der eigenen Auslegware zu überdecken.
Das alles erfordert keine großartige Taktik oder Denkleistung, macht aber Spaß, wenn sich der eine oder andere Mitspieler richtig schön ärgert … Weils so lustig war, habe ich nicht einmal aufgeschrieben, wer gewonnen hat – Alex war’s, glaube ich.

Suleika

Die zweite Runde haben wir mit einem der wenigen Fünf-Personen-Spiele begonnen, die auch in dieser Zahl richtig Spaß machen: Die Dracheneinsel von Tom Schoeps (Amigo-Spiele). Das ist eine außerordentlich gelungene Kombination eines kooperativen Spiels mit einem ganz normalen Wettstreit. Die Spieler sollen Schätze von der Dracheninsel ins eigene Boot holen, am Ende gewinnt der mit der meisten Kohle. So weit nichts Ungewöhnliches. Um die Schätze bergen zu können, müssen sich aber zwei Spieler zusammentun und gemeinsam zu einem der Boote zurückmarschieren. Erst dort entscheidet sich: Teilen oder Streiten.
Gesteuert wird das Ganze über Karten, die unterschiedliche Geländeformen zeigen und diverse Aktionen bieten. So kann man etwa mit zwei Drachen Wege blockieren, mit einem Überfall Schatzträger verschwinden lassen oder „Angst & Schrecken“ verbreiten, ehe man die Räuber in den „Süßen Schlummer“ schickt.

Dracheninsel

Die Schätze werden von Durchgang zu Durchgang wertvoller, was zusätzlichen Reiz bringt: Streite ich bereits beim ersten Schatz mit dem Partner? Oder wiege ich ihn/sie erst mal in Sicherheit?
Erwartungsgemäß hat Julia gleich damit begonnen, meinen Weg zu blockieren. Michael hat unterdessen fast unbemerkt Geld angehäuft, bis ich dann in der letzten Runde zusammen mit Tine den wertvollsten Schatz erobert habe. Und was macht die Süße? Im Boot angekommen, überlässt sie mir die kompletten Moneten: „Sonst würde ja Michael gewinnen!“ So habe ich fette 600 Münzen auf einmal kassiert. Endstand: Michael 657 Punkte, ich 925. Danke, Schatzl!
Julia kam dann doch noch zu ihrem Triumph über meine Wenigkeit: Bei „Tsuro“ (Kosmos-Verlag) legen die Spieler Wegekärtchen aus – so lange, bis der Weg über den Rand des Spielbretts hinausführt und die eigene Figur abstürzt. Alternativ scheidet man aus, wenn zwei Spielfiguren einander auf dem selben Weg begegnen. Auch Tsuro ist keine strategische Herausforderung für gewiefte Spieler. Aber es geht schnell, ist trotzdem nicht trivial und hat einen netten Ärgerfaktor.

Tsuro

Den Abschluss des Abends gestalteten wir mit „Fluxx“, einem witzigen/bescheuerten Kartenspiel aus dem Hause Amigo: Man beginnt, indem der Zugspieler eine Karte vom Stapel zieht und eine Karte spielt. Die Karten verändern die Regeln (Ziehe 3, Spiele alle, Lege alle Handkarten ab), zeigen Bildmotive und Ziele, die es durch Kombination dieser Bilder zu erreichen gilt. Ist natürlich völlig unplanbar, aber ideal, wenn man keine große Lust zum Grübeln und Taktieren hat. Wer gewonnen hat? Es war einfach zu heiß, um mir das zu merken, aber ich denke, Alex war der Glückliche …

From → Spielen

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