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Kochen mit Bier: Grünkernpflanzerl mit Joghurt-Dip

15. Oktober 2013

Es muss nicht immer Fleisch auf dem Teller liegen, wenn es besonders lecker schmecken soll. Bei meiner Suche nach vegetarischen Rezepten bin ich im „Bierkochbuch“ von Babara Dicker und Hans Kurz auf folgendes Rezept gestoßen: Grünkernbratlinge in Bier gekocht.

Mal abgesehen davon, dass ich den Begriff Bratlinge nicht besonders schätze, schmeckt das Zeug recht ordentlich. In Verbindung mit Bier kannte ich Grünkern jedoch noch nicht.

Ich habe für sechs Esser knapp 400 Gramm geschroteten Grünkern in einem halben Liter Bier und etwa 250 ml Gemüsebrühe aufgekocht. Ich habe dazu das dunkle Landbier der Brauerei Schroll in Nankendorf verwendet, weil es eine feine Mischung aus Malzsüße und Hopfenbittere bietet. Laut Rezept im Buch soll man die Schrotmasse nur kurz aufkochen, den E-Herd ausschalten und die Masse 20 Minuten quellen lassen. Dann mit offenem Deckel ausdampfen lassen. Ich habe die richtige Mischung zwischen Flüssigkeit und Grünkern erwischt, denn am Ende war kein Tropfen übrig.

Zwiebel, Knoblauch und Petersilie fein hacken und in Butter anschwitzen. Mit Majoran, einem Teelöffel scharfen Senf und drei Eiern unter die Grünkernmasse mischen. Mit Salz, Pfeffer und Chiliflocken abschmecken. Ich habe mit einem Esslöffel den Schrot portionsweise in die Pfanne gegeben und dort zu flachen Pflanzerln geformt. Wer Handarbeit bevorzugt, sollte mit feuchten Fingern arbeiten, weil die Grünkernmasse ziemlich klebrig ist. In ein paar Minuten goldbraun braten und warm stellen, bis die gesamte Masse verbraucht ist.

Ich habe noch schnell einen Dip zubereitet: Naturjoghurt mit Ziegen- oder Kräuterfrischkäse und wenig Olivenöl glattrühren, salzen und pfeffern.

Dazu gab’s selbst gebackenes Fladenbrot und einen Karottensalat mit Apfel. Dafür habe ich fünf große Möhren und zwei Äpfel grob geraspelt. Ene Vinaigrette aus Bio-Sonnenblumenöl, Apfelessig und einer Prise Salz anrühren. Alles vermischen und mindestens eine halbe Stunde ziehen lassen. Selbst meine nach Fleisch süchtigen Kinderchen haben mit Begeisterung alles ratzeputz weggefuttert.

From → Bierologie, Kochen

2 Kommentare
  1. Peter permalink

    Sieht super aus!

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