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Krosse Wurzeln mit A- bis Z-Chutney

29. Dezember 2013

Nach der Weihnachtsschlemmerei ist es einmal ganz angenehm, satt zu werden, ohne Fleischberge auf dem Teller. Weil Reibekuchen mit Apfelkompott auch meine beiden Studenten trotz ihres vermeintlichen Erwachsenseins noch zum Jubeln bringt, habe ich beschlossen, mit diesem traditionsreichen Kinderessen  ein wenig zu experimentieren …

Schohn öfter hatte ich Kartoffelpüree mit ein bisschen Sellerie angereichert, was eine würzige Note ins Spiel bringt. Daher habe ich für mein Reibekuchen-Experiment Knollensellerie grob geraffelt und unter die geriebenen Kartoffeln gemischt. Das Verhältnis war etwa 1:1, entsprechend intensiv war der erdig-nussige Geschmack der Reibekuchen. Wer das nicht schätzt, reduziert einfach den Sellerieanteil in der Mischung. Insgesamt habe ich etwas mehr als drei Pfund Kartoffeln und Sellerie gerieben – es sollten ja sechs Esser satt werden.

Ich habe reichlich Liebstöckel, Schale und Saft einer Zitrone, vier Eier und vier Esslöffel Senf zu der Mischung gegeben und ein wenig Mehl darübergestäubt. Kräftig salzen und mit einem Esslöffel portionsweise kleine Puffer abnehmen, in Butterschmalz knusprig braten. Im Ofen bei etwa 70 Grad warm halten, bis die gesamte Masse verarbeitet ist.

Statt simples Apfelmus habe ich ein Apfel-Zwiebel-Chutney zubereitet:

Dafür habe ich je drei mittelgroße milde rote und scharfe gelbe Zwiebeln in Ringe geschnitten und in Butterschmalz glasig werden lassen. Eine Handvoll Rosinen zu den Zwiebeln geben, alles leicht anrösten (es soll nicht zu sehr bräunen) und dann geschälte und gewürfelte Äpfel dazugeben. Mit Weißwein ablöschen, ein paar Salbeiblättchen einstreuen und alles bei sanfter Hitze köcheln lassen, bis die Äpfel weich, aber noch stückig sind. Obwohl ich Elstaräpfel verwendet habe, war das Chutney sehr süß, so dass ich noch mit ein paar Chiliflocken ein wenig Pep hineingebracht habe.

Ich werde diese Interpretation der klassischen Kartoffelpuffer sicher mal wieder zubereiten. Dann versuche ich eine Kombination mit Pastinaken. Und beim Chutney kann ich mir vorstellen, den trockenen Weißwein durch ein schönes Pils zu ersetzen. 

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From → Kochen

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