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Bierverkostung: Kölsch vom Cölner Hofbräu Früh

10. April 2014

Kölsch sei die einzige Sprache, die man trinken kann, heißt es. Kölsch ist natürlich zuallererst Bier. Und über das kann man trefflich streiten, wie hier nachzulesen ist. Ich kannte diesen Text nicht, als ich neulich den Kronkorken von einer Flasche Früh Kölsch entfernte.

Drei Krönchen zeigt das in den fränkischen Farben Rot-Weiß gehaltene Etikett der 0,33-Liter-Flasche. „Seit 1904“ steht darauf, und „herrlich obergärig“. Gebraut wird dieses Kölsch aus Wasser, Gerstenmalz und Hopfen, es kommt auf sanfte 4,8 % vol.

Kölsch

Hellgelb steht es im Sommelierglas, der wenige Schaum fällt sehr schnell zusammen – und dann sieht es nicht mehr sehr schön aus. die Nase meldet würzig-hopfige Noten, ein bisschen wie eine Kräuterwiese. Der erste Schluck ist spritzig und erfrischend. Am Gaumen erspüren wir einen Hauch von Salbei, dann gewinnen die süßlichen Malznoten Oberhand. Das ist aber nur der erste Schluck. Danach entschwindet die köstliche Kräuterwiese wohin auch immer, der zweite Schluck überrascht durch seine Unauffälligkeit, der Charakter dieses Kölsch ist bestenfalls als durchschnittlich zu bezeichnen. Es schmeckt wie ein Bier, das jedem gefallen will und gerade deshalb profillos in der Masse untergeht. Auf dem Rückenetikett ist zu lesen: „Ein Lieblingsbier der Käölner, das zu einem Original der Stadt wurde.“ In Bayreuth halten wir es mit den sogenannten Originalen so: Man muss sie nicht mögen, aber man begegnet ihnen überall.

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From → Bierologie

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