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Fischburger im Sepiabrötchen

25. September 2015

Meine Küche ist stets auch bisschen ein Ort zum Experimentieren. Da ich bisher schon mehrfach Pastateig mit Sepiatinte gefäbrt habe, wollte ich das nun auch mit größeren Teigwaren testen. Gleichzeitig wollte ich endlich mal einen Fischburger selbst machen. Mit verschiedenen Fleischsorten habe ich schon experimentiert, ebenso natürlich mit diversen Gemüse- und Körnermischungen. Also: Fischburger im schwarz gefärbten Brötchen!
Voilà, so habe ich es gemacht:
Zunächst beim Fischhändler meines Vertrauens die Sepiatinte bestellt (meistens dauert es zwei/drei Tage, bis das Zeug in winzigen Portionstütchen von etwa fünf Gramm vorrätig ist).
Aus 500 Gramm Weizenmehl, einem halben Würfel Hefe, 300 ml lauwarmem Wasser, einem Klecks weicher Butter und einem Teelöffel Salz habe ich den Teig für die Burgerbrötchen, die sogenannten Buns, angerührt. Etwa fünf Minuten lang auf kleiner Stufe mit den Knethaken des Handrührers bearbeiten, dann nochmal fünf Minuten auf einer schnellen Stufe durchkneten. Den Teig 35 Minuten bei Zimmertemperatur gehen lassen. Dann sechs bis acht Brötchen daraus formen (hängt davon ab, wie groß die Patties werden sollen), auf ein Backblech legen und nochmal etwa 40 Minuten gehen lassen.
Den Ofen auf 210 Grad vorheizen, die Brötchen mit Eigelb, Milch oder Wasser bestreichen und mit Sesamkörnern bestreuen. Dann etwa 20 Minuten backen (sie sind fertig, wenn man das Klopfen auf den Boden des Brötchens hohl klingt).

Weißfleischigen Fisch verwenden
Für die Fisch-Patties habe ich zwei Zubereitungsvorschläge anzubieten:
1. Wenn man richtig guten Bio-Fisch kaufen kann, einfach in Mehl und Ei wenden und dann in Pankomehl panieren. Knusprig anbraten und bis zum Servieren warm stellen.
2. Bekommt man nur simple Sorten wie etwa Seelachs, das gut gekühlte Fischfleisch mit Ei und Paniermehl mischen und grob mit dem Handmixer pürieren. Mit Salz, Pfeffer und eventuell frischen Kräutern würzen und aus der Masse die Bouletten formen. Anbraten.

Mayo fix angerührt
Eine selbst gerührte Mayonnaise habe ich mit reichlich Dill, einem Extra-Spritzer Zitronensaft und ein paar Körnchen Salz aufgemixt.

Grünzeug nicht vergessen
Ein richtig guter Burger braucht auch ein wenig Grünzeug: Dafür kann man entweder von einer Porreestange die äußeren Blätter abnehmen, in mundgerechte Stücke schneiden und blanchieren, bis sie weich sind. Dann zwischen Brötchen und Fisch legen.
Alternativ schmecken auch Frühlingszwiebeln, die in Butter gebraten wurden.

Lecker Turmbau
Zum Servieren die Buns quer halbieren, die Schnittflächen kurz anrösten und mit der Mayonnaise bestreichen. Dann Lauch und Fischklops darauflegen und mit dem Brötchendeckel abschließen. Augen zu, Mund auf und genießen!
Als Beilage habe ich einen ebenso simplen wie schmackhaften Herbstsalat serviert: Eine Sellerieknolle in Julienne schneiden oder in feine Streifen raspeln; eine rote FGrapefriut filetieren und den Saft auffangen. Mayonnaise (ohne Kräuter) und Grapefruitsaft vermischen, Selleriestreifen darin wenden und mit zerkleinerten Grapefruitfilets mischen. Eventuell noch eine Prise Pfeffer oder getrocknete Chilis zugeben.

PS: Die Sepiabrötchen sind mit einem Tütchen Tinte (fünf Gramm) auf 500 Gamm Mehl nicht tiefschwarz geworden, sondern eher schokoladenbraun. Bei schwarzen Spaghetti fällt das nicht weiter auf, bei den großen Brötchen schon. Wahrscheinlich werde ich daher das nächste Mal die doppelte Tintenmenge nehmen.

From → Kochen

2 Kommentare
  1. bloody bun 😉

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