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Himmel und Erde, Veggie-Version

19. Oktober 2015

An einem meiner Apfelbäume hängen noch immer knallrote Früchte in großen Mengen, super süß und schön saftig. Der andere Apfelbaum hat dagegen fast alle Früchte abgeworfen … Nachdem ich schon große Mengen Mus eingekocht und mich auch schon mal an Apfelkuchen versucht habe, wollte ich aus dem Fallobst auch mal was Pikantes machen. „Himmel und Erde“ heißt ein traditionelles Gericht  aus Westfalen, wo vermutlich auch die Wurzeln meiner Familie gründen.

Üblicherweise wird das Gericht mit Blutwurst serviert, die ich einfach weggelassen habe – und schon wurde ein aromatisches, wohlschmeckendes vegetarisches Gericht daraus! 

Mit Mengenangaben habe ich es ja nicht so, weil ich oft frei Schnauze koche. Aber ich denke, pro Person müssten eine Zwiebel und ein mittelgroßer Apfel reichen. Die Zwiebeln habe ich in dünne Spalten geschnitten und in Butterschmalz bei milder Hitze angebraten. Nach etwa zehn Minuten salzen, pfeffern und reichlich klein gehackte Majoranblättchen zugeben. Mit trockenem Weißwein (ich hatte einen feinen Silvaner von Rainer Sauer) aufgießen und leise köcheln lassen, bis die Flüssigkeit fast ganz verkocht ist. Idealerweise haben die Zwiebeln dann noch ein klein wenig Biss …

 Während die Zwiebeln köcheln,  die gesäuberten, aber ungeschälten Äpfel vom Kernhaus befreien und dann in gleichmäßige Spalten schneiden. In wenig Butterschmalz golden anrösten, bei Bedarf ein paar Körnchen Zucker über die Äpfel geben und karamellisieren lassen.

Die Kartoffeln für den Stampf in Salzwasser garen, abgießen und die Haut abziehen. Mit heißer Milch und einem ordentlichen Klecks Butter zerstampfen, bissel Muskatnuss darüberreiben, salzen. Statt der Milch kann man auch Sahne (oder eine Mischung aus beiden) verwenden, hängt von der aktuellen Diät der Liebsten ab 😉 Wie viel Flüssigkeit man zugibt, liegt unter anderem an der Kartoffelsorte. Ich habe den Stampf diesmal absichtlich nicht ganz fein zermust, sondern ein paar grobe Stücke dringelassen und relativ wenig Milch zugegeben, weil Äpfel und Zwiebeln schon recht weich waren. Da sollte der Stampf sensorisch einen rustikalen Gegenpart bilden.

Mit frischer Petersilie überstreuen und genießen! Die Süße der Äpfel, die dezente Schärfe der Zwiebeln und das erdige Aroma der Kartoffeln ergänzen sich hier zu einem ganz besonderen herbstlichen Mahl.

PS: Statt Weißwein kann man zum Schmoren der Zwiebeln auch Apfelsaft verwenden. Und statt der traditionellen Blutwurst passt auch eine frische Leberwurst dazu.

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From → Kochen

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