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Filet in der Pumpernickelkruste

13. Januar 2016

Avocados sind was Feines. Manche haben einen bescheuerten Namen: Hass-Avocados zum Beispiel ist so eine Sorte. Die muss man ja nicht kaufen. Alle anderen lassen sich mit frisch gepresster Zitrone, bisschen abgeriebener Schale und Salz und Pfeffer zu einer köstlichen Paste verarbeiten – zum Nei’setzn sagt der Franke (Hochdeutsch: Das ist so lecker, da könnte man sich hineinsetzen!). Zu einer so wundersam sämigen Creme passt was? Eine knusprige Kruste, die beim Reinbeißen schön knackt.

Ich hatte also ein paar Avocados in der Küche herumliegen. Flugs zur Creme verarbeitet! Von einer halben Frucht habe ich ein paar schöne Scheiben abgeschnitten und zur Seite gelegt. 

Außerdem gab’s Hühnerbrustfilet (das Tierchen hat außer Suppe auch Fleisch für Risotto geliefert. Wann immer ihr die Chance habt, ein Huhn vom Bauern zu kaufen, tut das !!!) Die Brüste sollten mit der knusprigen Kruste gebraten werden. Dazu habe ich zuerst Pumpernickel fein püriert. Fleisch mit Salz und Pfeffer würzen, dann fest in die Pumpernickelbrösel drücken. Weil dieses Brot von Natur aus recht feucht ist, halten die Brösel auch ohne Eizugabe ganz gut. Ein bisschen was wird in der Pfanne zwar abfallen, aber das macht nichts. Die Brüste in etwas Butter schön kross braten.

Zusätzlich zur saftigen Avocadocreme habe ich eine Tomatensoße gebraut: Große Tomaten in grobe Stücke schneiden, in wenig Butter auf niedriger Hitze ein paar Minuten schmoren. Mit getrockneter Chilischote, Zimt und gemahlenem Kardamom würzig abschmecken und dick einkochen lassen. 

Zur Servieren die Hühnerfilets auf einem großen Klecks Avocadocreme anrichten und die Tomatensoße daneben träufeln. Das ist rot, grün und braun, süß und scharf, cremig und knusprig, Fleisch und Gemüse – ein Traum von Winteressen!

Das Rezept habe ich aus dem wunderbaren Buch „Fleisch“ von Georg Schweisfurth und Simon Tress. 

From → Kochen

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