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Spinatklößchen auf Porree-Pilz-Ragout

14. Februar 2016

Obwohl Kochbücher für mich zur täglichen Lektüre gehören wie die Tageszeitung zum Frühstück, habe ich doch eine Ecke im Regal, in der die Bücher Staub ansetzen. Also habe ich mich mal wieder ans Ausmisten gemacht – zum Glück muss ich kein Buch wegwerfen, denn wir haben in Bayreuth einen öffentlichen Bücherschrank, in dem selbst die ältesten Schinken noch Leser finden. Beim Aufräumen also habe ich ein kurioses Kchbuch entdeckt: Alfons Schuhbeck kocht mit bofro…-Tiefkühlware!

Keine Ahnung, woher ich das hatte. Und beim Lesen bekam ich gelegentlich das Gruseln: tiefgefrorene Zwiebeln, TK-Spätzle, TK-Schweinemedaillons – sowas kaufe ich doch frisch oder bereite es frisch zu?

Beim Durchblättern bin ich auf ein Rezept gestoßen, das mir gut gefallen hat: Ricotta-Spinat-Knödel mit Lauch und Pilzen. Weil Samstag war und ich sowieso auf den Wochenmarkt wollte, habe ich die meisten Zutaten frisch kaufen können, lediglich der Blattspinat kam aus dem Eis (ich hätte stattdessen frischen Mangold verwenden können, doch habe ich nicht geschaltet 😦 ).

Und so geht’s: Spinat in feine Streifen schneiden, eine Zwiebel und eine Knoblauchzehe fein hacken und glasig andünsten. 250 Gramm Ricotta, ein Ei, je drei EL Weißbrotbrösel (Paniermehl) und Hartweizengrieß mit einer Handvoll geriebenem Parmesan mit Zwiebeln und Knofel zu einem glatten Teig verarbeiten. Die Mengen habe ich gegenüber dem Originalrezept etwas angepasst, weil mir der Teig sonst zu weich gewesen wäre. Mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss abschmecken, eine halbe Stunde zugedeckt ruhen lassen.

Inzwischen Pilze und Porree putzen und in gleichmäßig dicke Scheiben schneiden. Die Pilze (ich hatte Champignons und Kräutersaitlinge) habe ich bei großer Hitze kräftig angebraten. Die Porreescheiben  werden kurz angeschwitzt, dann habe ich einen für meine Verhältnisse wirklich winzigen Schuss Silvaner zum Ablöschen dazugegeben, die Pilze zurück in die Pfanne und alles mit einem halben Becher Sahne aufgegossen.  Damit das Gemüseragout ein wenig flüssiger wird, habe ich zum Schluss eine Schöpfkelle vom Knödelkochwasser zugefügt – das muss man einfach ausprobieren. Mit pulverisiertem Kümmel und einer Prise Muskatnuss abschmecken. Einen aromatischen Extra-Kick bekommt das Ragout, wenn man abgeriebene Zitronenschale hinzufügt. Auch ein paar Blättchen Petersilie passen gut dazu.

Dann habe ich aus der Teigmasse mit feuchten Händen Klößchen von etwa drei Zentimeter Durchmesser geformt und diese in Salzwasser ziehen lassen. Das Wasser soll kurz vor dem Siedepunkt sein und keinesfalls sprudelnd kochen. Wenn die Klößchen an die Oberfläche steigen, noch ein paar Minuten ziehen lassen. Insgesamt dürfte es um die zehn Minuten dauern, bis sie gar sind. Mit dem Schaumlöffel aus dem Wasser nehmen und abgetropft auf dem Gemüseragout anrichten.

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From → Kochen

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