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Flank Steak mit Chimichurri

12. August 2016

Die vergangenen Wochen sind in meiner Küche ziemlich fleischlastig gewesen. Liegt am Wetter – Grillwetter. Liegt am Metzger – einfach tolles Fleisch geliefert. Liegt am Zeitmangel – Steak dauert nur paar Minuten. Heute gibt’s noch einmal Fleisch: ein Flank Steak vom oberfränkischen Weiderind. Das Zeug ist so genial: Es schmeckt so intensiv fleischig, so rund und würzig, dass ich meistens auf Salz ganz verzichte und nur wenig frisch gemahlenen Pfeffer zum Würzen verwende.

Zu diesem Flank Steak (wer’s noch nicht kennt: Es wird aus dem Bauchlappen des Rinds geschnitten, ist nur zwei oder drei Zentimeter dick und wird von vielen Metzgern einfach im Hackfleisch verarbeitet – also einfach mal danach fragen) habe ich Kartoffelspalten (oder neudeutsch Wedges) gebacken und eine Chimichurri-Sauce gereicht.

Das eine Rezept für Chimichurri scheint es nicht zu geben. Ich habe also aus den mir vorliegenden Infos etwas zusammengerührt, was meinen Damen schmecken sollte – nicht zu scharf und ein bisschen süß.

Zuerst habe ich einen ganzen Bund glatte Petersilie gehackt, nicht ganz so fein, weil die Sauce noch ein wenig „Biss“ haben sollte. Dazu habe ich ein paar Stängel Basilikum und drei kleine Knoblauchzehen fein gehackt, bisschen Paprikapulver und schwarzen Pfeffer untergemischt und alles mit Olivenöl zu einer sämigen Paste verrührt. Der Saft einer halben Limone bringt einen Frischekick hinein. Die Sauce sollte vor dem Servieren ein paar Stunden durchziehen, damit sich die Aromen voll entfalten können. Da sich während dieser Zeit oft auch der Knofel entfaltet und heftige Schärfe freigibt, habe ich einfach mit einer Portion Limonenmarmelade den Geschmack abgerundet.

Für die Kartoffelspalten habe ich mehlig kochende Erdäpfel ausgewählt, gut abgewaschen und mitsamt der Schale in gleichmäßige Stücke geschnitten. Die werden auf einem geölten Backblech so verteilt, dass sie möglichst nicht übereinander liegen. Dann mit Paprikapulver und Salz bestreuen und mehrmals wenden, so dass sie mit einem ganz dünnen Ölfilm überzogen sind. Ich gare sie dann bei etwa 160 Grad und Umluft 25 Minuten lang – dadurch werden sie eher getrocknet als gebacken. Sobald die Oberfläche anfängt, braun zu werden, schalte ich den Backofen auf 200 Grad hoch. Dann dauert es nur noch fünf bis zehn Minuten, bis krosse Kartöffelchen entstehen.

Das Flank Steak selbst lege ich auf den ordentlich vorgeheizten Grill: Zieltemperatur sind etwa 280 bis 300 Grad – dann zischt es schön, wenn das Fleisch auf den Rost kommt. Bei dieser Hitze entstehen wunderbare Röstaromen und Grillmuster auf dem Fleisch. Ich grille das Stück bei geschlossenem Deckel etwa 90 Sekunden, ehe ich es umdrehe. Auf der zweiten Seite noch einmal 90 Sekunden und dann lege ich das Steak für etwa zehn Minuten auf den Warmhalterost (der ist auf meinem Grill etwa 15 Zentimeter oberhalb des Grillrosts). Danach ist es außen kross und innen schön rosa.

Das Fleisch sollte nach dem Grillen noch ein paar Minuten ruhen, ehe es in dünne Tranchen geschnitten wird. Neben den Kartoffelspalten anrichten und mit der Chimichurri-Sauce begießen.

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From → Kochen

One Comment
  1. Saulecker sieht das aus!
    Ich freue mich auch auf deinen Besuch bei mir!
    xoxo & liebste Grüße 💙
    Sina von https://CasaSelvanegra.com

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