Zum Inhalt springen

Panierter Sellerie mit Kürbissoße

1. November 2016

Um satt und glücklich zu werden, braucht’s kein Fleisch. Ich werde wohl nie völlig darauf verzichten, aber ein Mal die Woche ein schöner Braten oder ein saftiger Burger reicht mir völlig. Um die lieben Kinderchen davon zu überzeugen, habe ich ein Rezept aus Omas Küche aufgepeppt: Panierten Sellerie haben die Großeltern in der Nachkriegszeit als Schnitzelersatz aufgetischt.

Ich habe einen Rest Hokkaidokürbis gewürfelt und mit einer kleinen Zwiebel angebraten, dann knapp mit Wasser bedeckt und weich gegart. Je einen Schuss Sahne und Sherry zufügen und mit Pfeffer und ein wenig Salz abschmecken. Nachdem das einmal aufkochen durfte, fein pürieren und warm halten.

Eine Sellerieknolle schälen und Scheiben von etwa drei Millimeter Dicke schneiden. Ich habe dazu unseren elektrischen Allesschneider (aka Brotmaschine) benutzt. Für die Panade habe ich zwei Eier mit Schnittlauch, Petersilie und einem Spritzer Zitronensaft verrührt. In einem zweiten Teller habe ich Paniermehl mit Sesamkörnern und Mohn vermischt und mit Pfeffer gewürzt. Die Selleriescheiben zuerst im Kräuterei wenden, dann das Paniermehl gut andrücken. Bei milder Hitze in wenig Öl goldgelb braten.

Wirsingblätter waschen, die dicke Rippe entfernen und in kleine Quadrate oder feine Streifen schneiden. Fünf Minuten in wenig Gemüsebrühe weich dünsten.

Zum Servieren zunächst einen Klecks Kürbissoße auf den Teller geben, dann den Wirsing dazulegen und die panierten Selleriescheiben oben drauf – fertig ist ein wunderbares Herbstgericht. Die Süße des Kürbis und der erdige Sellerie ergänzen sich geschmacklich, die knusprige Panade, die weichen Schnitzel und der Wirsing, der noch gut Biss hat, ergeben in Sachen Textur ein abwechslungsreiches Gericht. Und farblich ist es ebenfalls schön: oranger Kürbis, grüner Kohl und gebräunter Sellerie leuchten im Teller wie die Herbstsonne im Park.

Die Idee für dieses Rezept verdanke ich der Schweizer Slowfood-Köchin Meret Bissegger, die das tolle Buch „Meine Gemüseküche für Herbst und Winter“ im AT-Verlag herausgebracht hat.

From → Kochen

Kommentar verfassen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.

%d Bloggern gefällt das: