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Unsere Kuh hat Bock

29. November 2016

Ein Kochabend für eine Männerrunde braucht zuallererst ein tolles Motto. Einen Tag nach dem 1. Advent für zwölf Männer zu kochen, braucht ein ganz besonders tolles Motto. Als bekennender Franke habe ich mich für ein Menü zum Thema Bockbier entschieden. Aus dem traditionellen Boeuf bourguignon habe ich ein „Boeuf Bockbierien“ gemacht.

Zum zweiten Mal in diesem Jahr wurde ich eingeladen, in der Bayreuther Katharina-von-Bora-Kirche einen Kochabend für eine Männerrunde zu gestalten. Nach dem Biermenü im Frühjahr (alle drei Gänge wurden mit Bier zubereitet) habe ich passend zur Jahreszeit das Bockbier als Thema ausgesucht. Diesmal habe ich den Herren jedoch nicht nur feine Rezepte mitgebracht, sondern auch viele Infos über Slowfood und meine Arbeit als Leiter der Regionalgruppe Oberfranken.

Sämtliche Zutaten für das Menü stammten vom Bayreuther Wochenmarkt, lediglich die Zitronen waren nicht aus der Region. Als Vorspeise haben wir einen Apfel-Sellerie-Rohkostsalat zubereitet, als Hauptgang gab es in Bockbier geschmortes Rindfleisch, zum Dessert hatten wir Bratäpfel.

Für den Salat werden Knollensellerie, Karotten und zwei/drei säuerliche Äpfel (ich hatte welche aus meinem Garten verwendet) grob geraspelt, mit Zitronensaft beträufelt und mit Salz, Pfeffer und einer Prise Zucker gewürzt. Als Topping geben wir grob gehackte Walnusskerne und in feine Ringe geschnittene Frühlingszwiebeln dazu. Das schmeckt zugleich würzig und frisch, erdig und ein bisschen süß.

Mein Hauptgang ist von einem traditionellen französischen Schmorgericht inspiriert. Statt Rotwein haben wir Bockbier aus dem Brauhaus Bayreuth verwendet. Man braucht dazu Rindfleisch (aus dem Bug, ohne Knochen), in mundgrechte Happen geschnitten. Wir bereiten eine Marinade aus scharfem Senf, Paniermehl, fein geschnittener Petersilie, Schnittlauch, Salz und Pfeffer vor. Diese Masse rühren wir unter die Fleischwürfel und lassen alles 15 Minuten ziehen. Das Fleisch danach portionsweise scharf anbraten und jeweils den Bratensatz mit einem Schuss Bockbier loskochen. Alles in einen großen Schmortopf geben und bei mittlerer Hitze (es soll nicht sprudelnd kochen, sondern nur schön simmern) mindestens eine Stunde garen lassen. Grob geschnittene Zwiebeln und in Ringe geschnittenen Lauch zugeben und weitere 30 Minuten garen. Auf ein Kilo Fleisch braucht man etwa 500 ml Bockbier und dieselbe Menge Gemüse- oder Fleischbrühe. Als Beilage passen Salzkartoffeln oder Weißbrot.

Die Kunst bei diesem Gericht ist es, ein Bier zu wählen, das trotz der langen Kochzeit nicht zu bitter wird. Außer dem Bayreuther Bock würde auch das Zwickl oder das Landbier dieser Brauerei funktionieren. In der Luxusvariante nimmt man Roastbeef. Und selbstverständlich schmeckt es noch besser, wenn es einmal aufgewärmt wurde …

Zum Dessert haben wir Elstaräpfel vom Kernhaus befreit. Die Öffnung im Boden haben wir mit einem Stück Marzipan verschlossen, als Füllung haben wir klein geschnittene Dominosteine verwendet. Zum Schluss bekommt jeder Apfel einen Klecks Butter und eine Prise Zimt oben drauf. Für 35 – 40 Minuten bei 180 Grad in den Backofen und mit Vanillesoße servieren. Sehr schön passt auch Lebkuchengewürz statt Zimt. Und ein Häubchen steif geschlagene Sahne schadet auch nicht.

From → Kochen

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