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Gefüllte Bierzwiebel

16. Januar 2018

Oberfranken – insbesondere Menschen aus Bamberg – lieben dieses Gericht: Gefüllte Zwiebeln in einer Biersoße, dazu werden Kartoffelpüree und Sauerkraut gereicht. Das wollte ich schon lange mal nachkochen. Und weil ich kurz zuvor mehrere Zeitungsartikel über den enormen Fleischkonsum der Bundesbürger gelesen hatte, suchte ich nach einer fleischlosen Alternative. Ich glaube, mein Versuch darf als gelungen bezeichnet werden.

Zunächst braucht man Zwiebeln. In Bamberg wird eine spezielle, birnenförmige Sorte angebaut, die leider nur noch selten vorkommt. Gewöhnliche Gemüsezwiebeln tun es ebenfalls. Groß sollten die Knollen sein, damit man sie schön füllen kann. Ich hatte Gemüsezwiebeln gekauft, von denen vier Stück ein ganzes Kilogramm Gewicht auf die Waage brachten. Die Knollen schälen, aber die Wurzel dran lassen. Dann für etwa 15 bis 20 Minuten in Wasser köcheln. Etwas auskühlen lassen, den Boden flach schneiden (damit man die Zwiebeln gut aufstellen kann) und das Innere mit einem Löffel (oder Melonenausstecher) herausholen. Dabei vorsichtig arbeiten, denn es sollen etwa zwei oder drei Schichten des Zwiebelfleisches stehen bleiben.

Während die Zwiebeln garen, die Füllung vorbereiten: Tofu ist üblicherweise keine Zutat, die mich zu Begeisterungsstürmen hinreißt. Aber in unserem Bio-Laden gibt es ein geräuchertes Produkt, das wirklich gut schmeckt. Also: Räuchertofu in feine Würfelchen schneiden, ebenso eine Karotte. In wenig Öl knusprig braten und beiseite stellen. Wenn die Zwiebeln gar und ausgehöhlt sind, das Innere ebenfalls fein würfeln und schön golden braten. Ich habe zum Würzen wenig Salz und Pfeffer, aber reichlich provenzalische Kräuter verwendet. Sämtliche Gemüse gut mischen und mit einem Löffel in die Zwiebeln füllen.

In eine feuerfeste Form setzen und mit einem Gemisch von dunklem Bier und Brühe aufgießen, so dass die Zwiebeln zu etwa einem Drittel in der Flüssigkeit stehen. Ich hatte vom Tag vorher noch einen feinen Rinderfond übrig, aber Gemüsebrühe geht natürlich auch. Bei 180 Grad etwa 20 Minuten im Ofen backen, während der letzten zehn Minuten ein wenig geriebenen Käse auf die Zwiebeln streuen.

Angerichtet habe ich die gefüllten Zwiebeln mit einer großen Portion Kartoffelpüree und reichlich Soße. Guten Appetit!

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From → Kochen

2 Kommentare
  1. Ich hab‘ doch geschrieben, dass man guten Räuchtertofu verwenden soll.
    Das Originalrezept enthält Hackfleisch – satt macht beides. Besonders, wenn man den Kartoffelstampf mit viel Butter und Sahne anrührt 😉

  2. Na ja für Oberfranken mit Tofu-Liebe reicht das vielleicht.

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