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Quiche mit Lauch und Pilzen

5. Mai 2019

Beim Umräumen im Keller habe ich einen Karton mit allerlei Küchengeräten entdeckt, die irgendwie in Vergessenheit geraten sind. Eines der Dinger war eine Quicheform, bei der sich Boden und Rand trennen lassen. Eigentlich total praktisch, deshalb wird die Form künftig öfter zum Einsatz kommen.

Die flachen Kuchen (Quiche leitet sich vom lothringischen Wort Kichel ab, was auf Deutsch Kuchen heißt) sind schnell zubereitet und schmecken großartig. Und die Füllung eignet sich sehr schön, Reste aus dem Kühlschrank zu verarbeiten. Tatsächlich hatte ich noch ein paar Pilze und eine Stange Lauch sowie einen Becher Creme fraiche (drei Tage über MHD hinaus) übrig.

Für den Mürbteig brauchen wir 250 Gramm Mehl, 125 Gramm eiskalte Butter, ein Ei und etwas Salz. Die Butter geben wir in kleinen Flöckchen zum Mehl und kneten alles mit den Händen sehr schnell zu einem geschmeidigen Teig. Diesen formen wir zu einer Kugel und packen ihn in Frischhaltefolie eine halbe Stunde in den Kühlschrank.

Während dieser Zeit bereiten wir die Füllung für unseren Gemüsekuchen vor: Lauch putzen, der Länge nach halbieren und dann in gleichmäßige Scheiben schneiden. Pilze putzen und fein würfeln. Mit wenig Öl in der Pfanne weich garen. (Wer mag, kann außerdem ein paar Speckstreifen oder Schinkenwürfel hinzufügen, dann ist die Quiche halt nicht mehr vegetarisch.)

Die Creme fraiche habe ich mit einem Ei und einem Schuss Milch glatt gerührt. Von ein paar Stängeln Petersilie habe ich die Blätter abgezupft und fein geschnitten zur Creme gegeben.

Dünner Boden, saftiger Belag – so muss die Quiche sein.

Nach der Ruhezeit wird der Teig noch einmal kurz durchgeknetet und in einer gleichmäßig dünnen Schicht in der gefetteten Quiche-Form ausgelegt. Die genannte Menge reicht für eine 28-er Form. Bei 200 Grad im Ofen etwa zehn Minuten backen. Erst dann die Lauch-Pilz-Mischung auf dem Teig verteilen und zuletzt die Creme fraiche darübergießen. So lange backen, bis die Creme-Ei-Mischung gestockt ist und eine schöne knusprige Oberfläche hat.

Dazu gibt’s einfach einen grünen Salat. Als Getränk hatten wir etwas ganz Besonderes: Wein aus dem alten fränkischen Satz!
Was das ist? Der alte fränkische Satz besteht aus mehreren historischen Rebsorten. Damit man früher versucht, Witterungsunbilden auszugleichen. Mit dieser Sortenvielfalt war es möglich, am festen Lesetermin aus Aroma- und Säureträgern und ertragssicheren Reben bei unterschiedlichen Reifegraden der einzelnen Reben einen insgesamt trink- und haltbaren Wein zu keltern.
Der alte fränkische Satz ist Passagier in der Slow Food-Arche des Geschmacks. Mehr dazu gibt es hier zu lesen.

From → Kochen

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