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Linsensalat mit lauwarmer Forelle

9. Mai 2019

Wie sich die Zeiten – und mit ihnen unser Geschmacksempfinden – ändern! Als Kind war der Linseneintopf meiner Mutter für mich der Horror: eine braune Pampe, die mich auch durch das eingelegte Würstchen nicht begeistern konnte. Längst habe ich erfahren, dass man Linsen auch ganz anders zubereiten kann: Mit Biss, farblich sehr ansprechend und nicht nur als langweiligen Eintopf. Heute schätze ich Linsen sehr, da sie in der fleischlosen Küche wertvolle Dienste als Proteinlieferant leisten. Und ja, sie schmecken großartig!

Im Reformhaus meines Vertrauens habe ich Puy-Linsen entdeckt, die mit ihrer grün-braunen Marmorierung sehr schön aussehen. Diese Marmorierung verliert sich allerdings beim Kochen. Der Geschmack von Puy-Linsen ist intensiv nussig, ihre Konsistenz weniger mehlig als bei anderen Linsensorten. Das macht die kleinen Französinnen zu einer idealen Salat-Zutat.

Puy-Linsen haben eine sehr dünne Schale, weshalb sie auch ohne vorheriges Einweichen relativ schnell garen. Sie benötigen etwa 20 bis 25 Minuten Kochzeit.

Ich habe für drei Personen eine mittelgroße Zwiebel fein gewürfelt und hellgelb angeschwitzt. Etwa 200 Gramm Linsen kurz mit in den Topf und dann mit Gemüsebrühe auffüllen. Während die Linsen sanft köcheln, bereite ich das Gemüse vor: Zwei Karotten, eine orangefarbene Paprikaschote und eine Selleriestange putzen und fein würfeln – die Größe der Gemüsewürfel sollte der der Linsen entsprechen, das sieht auf dem Teller schöner aus. Zehn Minuten vor Ende der Garzeit das Gemüse in einer Pfanne leicht anschwitzen, es soll im Salat noch knackig sein. Linsen in einem Sieb ein wenig abtropfen lassen.

Aus mildem Weinessig, Ahornsirup und einem nicht zu scharfen Olivenöl habe ich ein Dressing angerührt. Linsen, Gemüse und Dressing sanft verrühren, damit die Linsen ganz bleiben. Ein paar Streifen fein gewiegte Petersilie zufügen und mit lauwarmen geräucherten Forellenfilets servieren. Dazu passt frisch gebackenes Weißbrot.

PS: 200 Gramm Linsen plus reichlich Gemüse haben uns drei gut satt gemacht. Und es sind noch zwei Portionen des Salats für den nächsten Tag als Büro-Lunch übrig geblieben.

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From → Kochen

2 Kommentare
  1. Der Kormoran hat eben Geschmack 😉

  2. lauwarm mag der Kormoran Forellen am liebsten (lach).

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