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Aubergine mit Nussmus und Granatapfel

17. Juni 2019

Von der letztjährigen Ernte habe ich noch einen großen Sack feinster Walnüsse im Keller. Wir naschen zwar immer wieder davon, aber wie es aussieht, genügt dieser Konsum nicht, um den Vorrat sichtbar zu reduzieren. Ich habe also nach einer Idee gesucht, mal eine größere Menge Nüsse zu verarbeiten. Walnusspesto hatte ich schon mehrmals ausprobiert und wollte daher was Neues. In einem russischen Kochbuch habe ich ein Rezept für eine georgische Nusscreme gefunden. Mit leichten Abwandlungen habe ich folgendes fabriziert:

Zunächst mal die Walnüsse vorbereiten: Ich habe mir dazu einen „Tatort“ aus Münster auf das Tablet geholt und angefangen, die Nüsse zu knacken. Nach einer guten Stunde hatte ich drei große Handvoll Nusskerne parat. Diese habe ich dann im Mixer fein püriert – aber natürlich zuerst den Krimi zu Ende geguckt 😉 Ist eine nette Art, den Sonntag einzuläuten, wenn noch alle anderen Familienmitglieder schnarchen.

Das Nussmehl wird kräftig gewürzt: gemahlener Koriander, edelsüßer Paprika, zwei Knoblauchzehen, Salz, Chilipulver und ein Schuss Essig kommen mit ein wenig Wasser hinzu, alles verrühren, bis eine helle cremige Masse entsteht. Im Originalrezept gehören noch zwei Teeelöffel gemahlener Bockshornklee und gemahlene Ringelblumenblüten in die Masse – ich hatte beides nicht vorrätig, also habe ich es einfach weggelassen. Denn der Bockshornklee, den ich als ganze Körner habe, ist so stabil, dass mein Mixer heißlief, aber kein Pulver zustande brachte.

Während die Nussmasse durchzieht, bereite ich die Aubergine vor: Der Länge nach in gleichmäßige Scheiben von etwa fünf Millimetern schneiden. Ich habe dazu unseren elektrischen Allesschneider (AKA Brotmaschine) vewendet. Die Scheiben ein wenig salzen und etwa eine halbe Stunde lang ziehen lassen. Dann die Flüssigkeit abtupfen und die Auberginenscheiben dünn mit Öl bestreichen. Im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad ein paar Minuten lang backen, bis die Scheiben weich sind.
Einen Löffel voll Nusscreme auf die Aubergine geben und aufrollen.

Zum Servieren Granatapfelkerne und Koriandergrün über die Röllchen streuen. Guten Appetit!

PS: Für ein orientalisches Menü habe ich außer den Auberginen noch Falafeln gebacken und Zucchini mit Gemüsecouscous gefüllt. Dazu gab’s Ajvar.

PPS: Um einen Granatapfel auszulösen, gibt es verschiedene Methoden. Die für mich schnellste und sauberste geht so: Den Granatapfel mit dem Blütenansatz nach oben halten und im oberen Drittel einen kreisförmigen Schnitt um den Apfel herum führen. Wenn man diesen Deckel abhebt, sieht man die einzelnen Segmente der Frucht, die durch weiße Häute getrennt sind. Entlang dieser Häute einschneiden und die einzelnen Abteilungen nach außen biegen. Jetzt lassen sich die Kerne ganz einfach herauslösen.

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From → Kochen

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